Adventus Domini

049Sonntag, 29. November 2015, 17:00 Uhr ♦ Eintritt: € 22,00, ermäßigt € 14,00 ♦ Schaezlerpalais, Katharinenkirche ♦ 
Festliche Barockmusik aus dem 16. und 17. Jahrhundert

Die Mitglieder des Forum Alte Musik Augsburg e.V. präsentieren Ihnen ihr alljährliches Weihnachtskonzert mit musikalischen Juwelen des Früh- und Hochbarock. ♦ Werke von Hans Leo Hassler, Michael Praetorius, Heinrich Schütz, Johannes Capricornus, Johann Michael Bach, Johannes Werlin, Jan Pieterszoon Sweelinck u. a. ♦ Sabine Lutzenberger, Sopran; Iris Lichtinger, Blockflöte; Monika Westner, Barockvioline; Gerhard Hölzle, Tenor; Hans Ganser, Bass; Wolfram Oettl, Cembalo; Michael Eberth, Orgel

Der Advent als Vorbereitungszeit für die Menschwerdung Christi wurde vielerorts im Laufe der Zeit unterschiedlich definiert. Die syrischen Christen feierten an den letzten beiden Sonntagen vor Weihnachten die Verkündigung an Zacharias und Maria. Byzanz weihte diese Sonntage Vätern und Vorvätern. Mailand beging den letzten Sonntag vor Weihnachten als Sonntag der Menschwerdung. In Rom schließlich erfasst der Weihnachtsgedanke zunächst den Dezemberquatember (daneben sind noch die erste Fastenwoche, die Pfingstwoche und die dritte Septemberwoche Quatember, also gleichsam kleine Fastenzeiten), bis schließlich Papst Gregor der Große (590 – 604) eine feste liturgische Ordnung des Advents schuf, die volle drei Wochen umfasst neben den notwendigen Ausgleichstagen zwischen der Wochentagsfixierung des Advents und der Monatstagsdatierung von Weihnachten. Der Inhalt dieser Adventsliturgie ist die frohe Erwartung der Geburt des Herrn, das dankbare Gedächtnis der Vorbereitung an Maria und durch Johannes. Als in der Karolingerzeit nördlich der Alpen die römischen Bücher übernommen wurden, bildete sich der Mischcharakter des heutigen Advent aus. Er kennt im Gegensatz zu Gallien und Mailand mit sechs Wochen nur vier Wochen Vorbereitung, deren Sonntage ein stark eschatologisches, bußbetontes Kolorit aufweisen. Der freudige Charakter der römischen Adventstexte aus der Zeit Gregors, den der häufige Gebrauch des Alleluia unterstreicht, wird überdeckt vom Ernst gallisch-adventlicher Bußbräuche: dunkle Farbe, Ausfall von Gloria und Te Deum, Fasten, Verbot der feierlichen Trauung. Das officium der Adventszeit, das in der Karolingerzeit ausgebildet wurde, ist andererseits von hoher dichterischer Schönheit (vgl. die sog. O-Antiphonen). [Gerhard Hölzle]

 

5. Geburtstag der Rohlf-Orgel

orgel_olchingSonntag, 27. September 2015, 13:00, 15:00 und 17:00 Uhr ♦ Eintritt: frei ♦ Johanneskirche, Wolfstr. 11, Olching ♦ Musik von Hildegard von Bingen, Oswald von Wolkenstein, Conrad Paumann, Guillaume Dufay, Gilles Binchois, Marcantonio Cavazzoni, Aurelio Virgiliano, Maurizio Cazzati, Biagio Marini, Giovanni Maria Trabaci, Claudio Monteverdi, Jacob van Eyck, Jan Pieterszoon Sweelinck, Michael Praetorius, Hieronymus Praetorius und José Ximénez ♦ Ausführende: Sabine Lutzenberger, Sopran und Glocken; Malin Eiband, Sopran; Michael Schopper, Bass; Tatiana Flickinger, Blockflöte; Baprtiste Romain, Fidel; Michael Eberth, Orgel

Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Olching lädt aus Anlass des fünften Geburtstages ihrer Rohlf-Orgel zu einem Musikfest am Sonntag, 27. September 2015 in die Olchinger Johanneskirche in der Wolfstraße 11 ein.

Drei Konzerte, jeweils um 13, 15 und 17 Uhr, mit dazwischenliegenden Pausen von jeweils einer Stunde, spannen einen musikalischen Bogen von der Gotik über die Renaissance bis zum Barock.
Der Eintritt ist frei, um Spenden zur Deckung der Kosten dieses Festivals wird gebeten.

Die Fugger – Tabulatur aus Turin

fama_01Freitag, 17. April, 19:00 Uhr ♦ Staats- und Stadtbibliothek, Schaezlerstraße 25, Augsburg ♦
Die Fugger-Tabulatur der Biblioteca Nazionale Torino – ein Augsburger Grossprojekt des 17. Jahrhunderts ♦ Die immens große Fugger-Tabulatur der Bibliothek in Turin umfaßt 1770 Stücke „Claviermusik“ von ca. 1580 bis 1630 auf 2703 Seiten, notiert in neuer deutscher Orgeltabulatur und ist somit weltweit die größte Sammlung dieser Art. Die Handschrift wurde vermutlich in den 1635iger Jahren mit Unterstützung der Familie Fugger angefertigt. ♦ Christian Erbach (Augsburg), Hans Leo Hassler (Venedig, Augsburg, Nürnberg), Johann Staden (Nürnberg) und Annibale Padoano (Venedig), Girolamo Frescobaldi (Rom), Jan Pieterszoon Sweelinck (Amsterdam) und Giovanni Gabrieli (Venedig) sind nur einige der prominentesten Komponisten, die mit Werken in der Fugger-Tabulatur vertreten sind. ♦ Ausführende: Michael Eberth, Clavicytherium und Orgel; Hans Ganser, Bass

Sehr geehrte Freunde Alter Musik,

zum nächsten Konzert des Forums für Alte Musik Augsburg e.V. (FAMA) möchte ich Sie herzlich einladen.

Zum ersten Mal wird ein Konzert unserer Reihe in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg stattfinden. Es soll unter dem Namen Fugger Projekt 1 den Anfang einer Folge von Konzerten bilden, die sich in loser Reihenfolge den Schätzen der berühmten und mit großer Wahrscheinlichkeit in Augsburg entstandenen Turiner Tabulatur widmen möchte. Diese sehr bedeutende Sammlung von Musik für Tasteninstrumente spielt in der Musikwissenschaft schon seit mindestens 50 Jahren eine große Rolle. Eine moderne Gesamtedition existiert nicht, auch sind viele der Kompositionen, zu Unrecht wie ich finde, vermutlich seit Jahrhunderten nicht mehr erklungen. Lassen Sie sich überraschen …
Zwischen den Musikblöcken, die im akustisch hervorragenden Treppenhaus der neobarocken Bibliothek erklingen werden, werde ich Ihnen im Lesesaal eine kurze Einführung zu dieser hochinteressanten Quelle geben. Im Zimeliensaal wird eine kleine Ausstellung von originalen Drucken aus dem zeitlichen und thematischen Umkreis der Turiner Tabulatur zu sehen sein.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen – Eintritt frei, Spenden erbeten – Anmeldung möglich unter sekretariat@susb-augsburg.de
Mit freundlichen Grüßen, Michael Eberth | (Forum Alte Musik Augsburg e.V.) | www.fama-web.de