Augsburger Weihnacht mit CD-Präsentation

Holbein_WeihnachtsbildMusik des 17. Jahrhunderts zur Weihnachtszeit

Sonntag, 2. Dezember 2018, 17 Uhr
Schaezlerpalais, Katharinenkirche

das letzte Konzert des Jahres, unser traditionelles Weihnachtskonzert ist anlässlich des 10-jährigen Gründungsjubiläums des Forum Alte Musik Augsburg e.V. auch zugleich Präsentation der neuen CD mit Musik des Frühbarock aus Augsburg und Schwaben, die sich speziell mit Werken um das Weihnachtsfest beschäfigt. Dabei werden durch Ersteinspielungen und Wieder-Uraufführungen vergessene musikalische Juwelen zu hören sein, welche die Bedeutung der Musikkultur der Freien Reichsstadt dieser Epoche unterstreichen.

Kommen Sie zu unserem Weihnachtskonzert mit international renomierten Gästen und sichern Sie sich mit der neuen CD ein exklusives Weihnachtsgeschenk! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Die Mitwirkenden:
Sabine Lutzenberger – Cantus; Sebastian Seifert – Altus; Richard Resch – Tenor;
Joel Frederiksen – Bassus
Iris Lichtinger – Blockflöten; Theona Gubba-Chkheidze, Nagi Tsutsui – Violinen;
Sergey Filchenko – Viola; Viktor Töpelmann – Viola da Gamba;
Günter Holzhausen – Violone; Wolfram Oettl – Cembalo; Michael Eberth – Orgel

Programm:

Hans Leo Haßler (1562 – 1612)
Verbum caro factum est (aus: Cantiones sacrae, Augsburg 1591)
Christian Erbach (1568/73 – 1635)
Canzona La Paglia
Tobias Eisenhuet (1644 – 1702)
In domicis Adventus Conditor alme siderum
(aus: Hymni ariosi, Kempten 1680)
Johann Erasmus Kindermann (1616 – 1655)
Sonata quarta a flauto solo
(aus Canzoni , Sonatae Pars prior et posterior, Nürnberg 1653
Johann Melchior Gletle (1626 – 1683)
Puellule Decore
(aus: Expeditionis musicae classis Motettae, Augsburg 1677)
Jacob Gippenbusch (1612 – 1664)
Lasst uns das Kindlein wiegen
(aus Psalteriolum harmonicum 1642)
Franz Xaver Murschhauser (1663 – 1738)
Variationes super Cant. Lasst uns das Kindlein wiegen per imitationem cuculi
(aus Octi-Tonium Novum Organicum, Augsburg 1696)
Johann Fischer (1646 – 1721)
Suite in g-moll für Blockflöte und basso continuo
Air – Gigue – Angloise – Menuet
Jakob Scheiffelhut (1647 – 1709)
Suite in a-moll
(aus: Lieblicher Frühlings-Anfang oder Musikalischer Seyten-Klang, Augsburg 1685)
Praeludium – Allemand – Courant – Saraband – Aria
Adam Gumpelzhaimer (1559 – 1629)
Vom Himmel hoch
(aus: Zwai schöne Weihenächt Lieder, Augsburg 1 61 8)
Jacob Paix (1556 – 1623)
In Die Natalis Domini, Laudate omnes gentes, Intavolierung nach Orlando di Lasso
(aus Schön und Nutz- unnd Gebreüchlich Orgel Tabulaturbuch, Lauingen 1583)
Hans Leo Haßler (1562 – 1612)
Jubilate Deo omnis terra (aus: Sacri concentus, Augsburg 1601)
Matthias Kelz (1635 – 1695)
Partita in C-Dur
(aus: Primitiae musicales seu concentus novi harmonici, Augsburg 1658)
Intrade/vivace – Couranta – Aria
Johannes Eccard (1553 – 1611)
In dulci jubilo (aus „Geistliche Lieder“ 1597)

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Der schnelle Tag ist hin, die Nacht schwingt ihre Fahn

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Sonntag, 4. November 2018, 17 Uhr ♦ Maximilianmuseum, Felicitas-Saal Musik, Poesie und Augenzeugenberichte im Dreißigjährigen KriegEnsemble Palestra Musica ♦ Hildegard Senninger, Barockvioline; Angelika Radowitz, Tenor- und Bassdulcian; Günter Holzhausen, Violone; Michael Eberth, Cembalo und Orgel; Peter Pius Irl, Sprecher

Trotz andauernder Bedrohung, trotz enormer Grausamkeiten, Leid, Elend und Tod, scheint der Dreißigjährige Krieg auch höchste Kreativität und fruchtbare Schaffenskraft in Literatur, bildender Kunst und Musik erzwungen zu haben. Peter Pius Irl liest aus Grimmelshausens Simplicissimus und aus Tagebüchern von Augenzeugen und schildert hautnah das tägliche Leben der betroffenen Bevölkerung. Die Jahreszahlen 1618 und 2018 scheinen plötzlich austauschbar zu werden! Das Ensemble Palestra Musica spürt mit süddeutsch-italienischer Musik den Emotionen auf musikalische Weise nach.

Programm:

Andreas Gryphius 1616 – 1664
Thränen des Vaterlandes / Anno 1636

Johann Staden 1581 – 1634
Symphonia (aus Operum Musicorum Posthumorum,  Nürnberg 1643)

♣ Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen 1622 –  1676
Simplicius Simplizissimus  3.Capitel: Kindheitserlebnisse

Johann Ulrich Steigleder 1593 – 1635
Vater unser im Himmelreich 4. Vocum Coral im Discant
(aus Tabulatur-Buch dass Vatter unser, Straßburg 1627)

Anonymus 17. Jhdt.
Toccata octaui toni (aus Turiner Tabulatur, Augsburg? um 1639)

Giovanni Martino Cesare 1590 – 1667
La Augustana (aus Musicali Melodie, München 1621)

♣ Maurus Friesenegger 1590 – 1655 (Mönch und Abt im Kloster Andechs)
Tagebuch des 30 jährigen Krieges

Johann Ulrich Steigleder 1593 – 1635
Vater unser im Himmelreich 3. Vocum Coral im Discant Colleriert
(aus Tabulatur-Buch dass Vatter unser, Straßburg 1627)

Heinrich Scheidemann 1596 – 1663
Præludium in d (aus der Sammlung Düben, Universittsbibliothek Uppsala)

Johann Stadlmayr ca. 1580 – 1648
Canzon a tre per due Canti e Basso continuo
(aus Philomela coelestis…, München 1624)

♣ Anonyma 1631 – 1634
Chronik einer unbekannten Nonne aus dem Kaufbeurer Franziskanerinnenkloste

Johann Ulrich Steigleder 1593 – 1635
Vater unser im Himmelreich 3. Vocum Coral im Discant und Bass
(aus Tabulatur-Buch dass Vatter unser, Straßburg 1627)

Johann Erasmus Kindermann 1616 – 1655
La Affettuosa (aus Delicie Studiosorum III, Nürnberg 1643)

Adam Jarzębski 1590 – 1649
La Norimberga (Concerto a 3) (aus Canzoni e Concerti a Due, Tre e Quattro Voci, cum Basso continuo di Adamo Harzebsky Polono Anno 1627)

verbo caro factum est

JesusMusik des 17. Jahrhunderts zur Weihnachtszeit

Sonntag, 3. Dezember 2017, 15 Uhr UND 18 Uhr
Schaezlerpalais, Katharinenkirche, Augsburg

Bildliche Darstellungen der Geburt Christi, ob nun als Fresko, Zeichnung, Stich, Skulptur oder Gemälde, ziehen sich durch nahezu alle Jahrhunderte. Ganz ähnlich in der Musik. Ob als schlichter Liedsatz im protestantischen Raum oder als prächtige Kantate im katholischen Umfeld – der Freude über die Weihnacht wird auf ganz vielfältige Weise Ausdruck verliehen. Mit feierlicher Musik der Augsburger Komponisten Johann Melchior Gletle, Thomas Eisenhuet, Hans Leo Hassler und Adam Gumpelzhaimer stimmt das Ensemble des Forum Alte Musik Augsburg e.V. im traditionellen Weihnachtskonzert auf das wunderbare Fest ein.

Anonymus Conditor alme siderum (Fassung Kloster Kempten 8. Jhdt.)
Thomas Eisenhuet (1644-1702) Conditor alme siderum
Adam Gumpelzhaimer (1559-1629) Vom Himmel hoch
Hans Leo Hassler (1564-1612) Verbum caro factum est
Hans Leo Hassler (1564-1612) Toccat septimi toni
Johann Eccard (1553-1611) Übers Gebirg Maria geh
Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704) „Christi Geburt“ für Violine & Basso continuo (Fassung für Viola da gamba) in a-moll, Nr. 3 aus den Sonaten über die Mysterien des Rosenkranzes.
Hans Leo Hassler (1564-1612) Toccata overo Ricercar Primi ton
Johann Melchior Gletle (1626-1683) Puellule Decore (1677)
Johann Erasmus Kindermann (1616 – 1655) Sonata seconda a flauto sol
Thomas Eisenhuet (1644-1702) Jesu redemptor omniu
Johann Michael Nicolai (1629 – 1685) Sonata IV für Blockflöte, Violine, Violone und Orgel
Johann Eccard (1553-1611) In dulci jubilo

Ensemble des Forum Alte Musik Augsburg:
Sabine Lutzenberger, Sopran; Sebastian Seifert, Altus; Hans Ganser, Bass; Iris Lichtinger, Blockflöte; Nagi Uesugi, Barockvioline; Viktor Töpelmann, Viola da Gamba; Wolfram Oettl, Cembalo; Michael Eberth, Orgel

Das Augsburger Requiem

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Orlando di Lasso

Sonntag, 21. Februar 2016, 16:00 Uhr, Moritzkirche Augsburg

Orlando di Lassos vierstimmiges Requiem  in der
Augsburger Erstfassung von 1575

nach der Welt-Ersteinspielung auf CD nun demnächst live in der Moritzkirche!

Capella Foccara
Gerhard Hölzle, Tenor; Felix Rumpf, Bariton; Hans Ganser, Bass; Burkhard Kosche, Basso profondo; Matthias Sprinz, Cas Gevers und Ralf Müller, Renaissanceposaunen; Angelika Radowitz, Bassdulzian; Michael Eberth, Orgel

In einer Handschrift der Augsburger Staats- und Stadtbibliothek, einem großen Chorbuch der ehemaligen Benediktinerabtei St. Ulrich und Afra in Augsburg, ist eine bisher unbekannte Aufzeichnung des vierstimmigen Requiems von Orlando di Lasso erhalten.

Die Augsburger Original-Fassung steht eine Quinte tiefer als die späteren Druckausgaben des Werkes und führt das vierstimmige Ensemble in eine extrem tiefe Region des normalen Stimmumfanges. Als Besetzung ergibt sich: Tenor, Bariton, Bass und Basso profondo. In unserer Aufführung (Edition: Tobias Rimek) werden die Gesangsstimmen entsprechend der damaligen Aufführungspraxis von Instrumenten unterstützt: Drei Posaunen, Bassdulzian und Orgel verleihen der Komposition eine zusätzliche feierliche Gravität.

Für welche Persönlichkeit das Requiem komponiert wurde ist nicht überliefert. Nicht auszuschließen ist der Augsburger Fürstbischof Kardinal Otto Truchseß von Waldburg (1514 – 1573). Das Werk könnte etwa zum Jahrestag seines Todes für eine Totenfeier in Augsburg entstanden sein. Als Widmungsträger denkbar ist auch Hans Jakob Fugger (1516 – 1575), der sowohl zum Münchner Hof, wo Orlando di Lasso als Hofkapellmeister angestellt war, als auch zum Kloster St. Ulrich & Afra (wo die Handschrift entstand) gute Kontakte hatte.

Adventus Domini

049Sonntag, 29. November 2015, 17:00 Uhr ♦ Eintritt: € 22,00, ermäßigt € 14,00 ♦ Schaezlerpalais, Katharinenkirche ♦ 
Festliche Barockmusik aus dem 16. und 17. Jahrhundert

Die Mitglieder des Forum Alte Musik Augsburg e.V. präsentieren Ihnen ihr alljährliches Weihnachtskonzert mit musikalischen Juwelen des Früh- und Hochbarock. ♦ Werke von Hans Leo Hassler, Michael Praetorius, Heinrich Schütz, Johannes Capricornus, Johann Michael Bach, Johannes Werlin, Jan Pieterszoon Sweelinck u. a. ♦ Sabine Lutzenberger, Sopran; Iris Lichtinger, Blockflöte; Monika Westner, Barockvioline; Gerhard Hölzle, Tenor; Hans Ganser, Bass; Wolfram Oettl, Cembalo; Michael Eberth, Orgel

Der Advent als Vorbereitungszeit für die Menschwerdung Christi wurde vielerorts im Laufe der Zeit unterschiedlich definiert. Die syrischen Christen feierten an den letzten beiden Sonntagen vor Weihnachten die Verkündigung an Zacharias und Maria. Byzanz weihte diese Sonntage Vätern und Vorvätern. Mailand beging den letzten Sonntag vor Weihnachten als Sonntag der Menschwerdung. In Rom schließlich erfasst der Weihnachtsgedanke zunächst den Dezemberquatember (daneben sind noch die erste Fastenwoche, die Pfingstwoche und die dritte Septemberwoche Quatember, also gleichsam kleine Fastenzeiten), bis schließlich Papst Gregor der Große (590 – 604) eine feste liturgische Ordnung des Advents schuf, die volle drei Wochen umfasst neben den notwendigen Ausgleichstagen zwischen der Wochentagsfixierung des Advents und der Monatstagsdatierung von Weihnachten. Der Inhalt dieser Adventsliturgie ist die frohe Erwartung der Geburt des Herrn, das dankbare Gedächtnis der Vorbereitung an Maria und durch Johannes. Als in der Karolingerzeit nördlich der Alpen die römischen Bücher übernommen wurden, bildete sich der Mischcharakter des heutigen Advent aus. Er kennt im Gegensatz zu Gallien und Mailand mit sechs Wochen nur vier Wochen Vorbereitung, deren Sonntage ein stark eschatologisches, bußbetontes Kolorit aufweisen. Der freudige Charakter der römischen Adventstexte aus der Zeit Gregors, den der häufige Gebrauch des Alleluia unterstreicht, wird überdeckt vom Ernst gallisch-adventlicher Bußbräuche: dunkle Farbe, Ausfall von Gloria und Te Deum, Fasten, Verbot der feierlichen Trauung. Das officium der Adventszeit, das in der Karolingerzeit ausgebildet wurde, ist andererseits von hoher dichterischer Schönheit (vgl. die sog. O-Antiphonen). [Gerhard Hölzle]

 

Die Fugger – Tabulatur aus Turin

fama_01Freitag, 17. April, 19:00 Uhr ♦ Staats- und Stadtbibliothek, Schaezlerstraße 25, Augsburg ♦
Die Fugger-Tabulatur der Biblioteca Nazionale Torino – ein Augsburger Grossprojekt des 17. Jahrhunderts ♦ Die immens große Fugger-Tabulatur der Bibliothek in Turin umfaßt 1770 Stücke „Claviermusik“ von ca. 1580 bis 1630 auf 2703 Seiten, notiert in neuer deutscher Orgeltabulatur und ist somit weltweit die größte Sammlung dieser Art. Die Handschrift wurde vermutlich in den 1635iger Jahren mit Unterstützung der Familie Fugger angefertigt. ♦ Christian Erbach (Augsburg), Hans Leo Hassler (Venedig, Augsburg, Nürnberg), Johann Staden (Nürnberg) und Annibale Padoano (Venedig), Girolamo Frescobaldi (Rom), Jan Pieterszoon Sweelinck (Amsterdam) und Giovanni Gabrieli (Venedig) sind nur einige der prominentesten Komponisten, die mit Werken in der Fugger-Tabulatur vertreten sind. ♦ Ausführende: Michael Eberth, Clavicytherium und Orgel; Hans Ganser, Bass

Sehr geehrte Freunde Alter Musik,

zum nächsten Konzert des Forums für Alte Musik Augsburg e.V. (FAMA) möchte ich Sie herzlich einladen.

Zum ersten Mal wird ein Konzert unserer Reihe in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg stattfinden. Es soll unter dem Namen Fugger Projekt 1 den Anfang einer Folge von Konzerten bilden, die sich in loser Reihenfolge den Schätzen der berühmten und mit großer Wahrscheinlichkeit in Augsburg entstandenen Turiner Tabulatur widmen möchte. Diese sehr bedeutende Sammlung von Musik für Tasteninstrumente spielt in der Musikwissenschaft schon seit mindestens 50 Jahren eine große Rolle. Eine moderne Gesamtedition existiert nicht, auch sind viele der Kompositionen, zu Unrecht wie ich finde, vermutlich seit Jahrhunderten nicht mehr erklungen. Lassen Sie sich überraschen …
Zwischen den Musikblöcken, die im akustisch hervorragenden Treppenhaus der neobarocken Bibliothek erklingen werden, werde ich Ihnen im Lesesaal eine kurze Einführung zu dieser hochinteressanten Quelle geben. Im Zimeliensaal wird eine kleine Ausstellung von originalen Drucken aus dem zeitlichen und thematischen Umkreis der Turiner Tabulatur zu sehen sein.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen – Eintritt frei, Spenden erbeten – Anmeldung möglich unter sekretariat@susb-augsburg.de
Mit freundlichen Grüßen, Michael Eberth | (Forum Alte Musik Augsburg e.V.) | www.fama-web.de