Cello Passion

cello

Sonntag, 28. April 2019, 18 Uhr

Augsburg, Schaezlerpalais, Rokokofestsaal

ausgewählte Werke von Jean-Baptiste Barrière (1707 – 1747)

Das Programm ist dem Schaffen des französischen Komponisten und herausragensten Cellisten seiner Zeit Jean-Baptiste Barrière (1707-1747) gewidmet. Seine Werke faszinieren uns durch ihre Leidenschaft und intensive Ausdruckskraft und stellen einen
überaus hohen virtuosen Anspruch an die Interpreten dar.

Ein Großteil der Kompositionen in diesem Programm wird zum ersten Mal in Augsburg zu hören sein.

Ensemble Musurgia Universalis
Dmitri Dichtiar, Barockcello und Violoncello Piccolo
Kathrin Sutor, Barockcello
Michail Uryvaev, Barockcello
Christoph Eglhuber, Laute und Theorbe
Michael Eberth, Cembalo und Orgel

VVK: Schaezlerpalais, Maximilianstraße 46, 86150 Augsburg
Reservierung: T (0821) 324-4118, Tickets: 20 Euro, erm. 15 Euro
Veranstalter: Ensemble Musurgia Universalis in Kooperation mit:
Kunstsammlungen und Museen Augsburg. Änderungen vorbehalten.
KUNSTSAMMLUNGEN & MUSEEN AUGSBURG
SCHAEZLERPALAIS
Maximilianstraße 46, 86150 Augsburg
http://www.kmaugsburg.de

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Barocke Passionsmusik aus Bologna

Kreuz

Samstag, 30. März 2019, 19:00 Uhr

Schaezlerpalais, Katharinenkirche, Augsburg

Karten erhalten Sie im Kartenvorverkauf oder an der Abendkasse

„Lamentationes Jeremiae“ von Giovanni Paolo Colonna und Instrumentalwerke von Domenico Gabrielli, Adriano Banchieri und Tarquinio Merula.

Die alttestamentlichen Klagelieder Jeremias waren seit dem frühen Mittelalter, den entsprechenden Tagen in der Karwoche zugeordnet, zentraler Bestandteil der vorösterlichen Liturgie, in der die Zerstörung Jerusalems von den Babyloniern (586 v. Chr.) als Sinnbild für das Leiden Christi beklagt wird. Der hochemotionale ausdrucksstarke Ton dieser Verse inspirierte bis in die heutige Zeit zahlreiche Komponisten zu Vertonungen. Die 1690 in Bologna entstandenen Lamentationen von Giovanni Paolo Colonna (1637 – 1695) werden mit großer Wahrscheinlichkeit zum ersten Mal in Augsburg zu hören sein.

Ausführende: Trio Musurgia Universalis; Susanne Simenec, Sopran – Michail Uryvaev, Barockcello – Michael Eberth, Orgel und Clavicytherium Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Augsburg, den Bayerischen Musikfonds, den Kulturfonds Bayern und den Bezirk Schwaben.

Passio

Gegeiselter

Barockmusik zur Fastenzeit

Sonntag, 24. März 2019 um 15 Uhr
München, Bayerisches Nationalmuseum, Mars-Venus-Saal

(13:30 Uhr Museumsführung mit Dr. Sybe Wartena zum Thema „Passio“)

Epochale Höhepunkte der sakralen Kammermusik: Werke für Solobass und Solovioline des deutschen Barock des 17. Jahrhunderts, heute wenig bekannt, doch musikhistorisch von enormer Bedeutung. Jedes Werk für sich ein Kleinod musikalischer Gottesannäherung. Dazu gehören die Vertonungen der „Klagelieder des Propheten Jeremias“ aus der Feder Johann Rosenmüllers. Nicht minder eindringlich sind die „Lamenti“ von Johann Christoph Bach, einem Vorfahren J. S. Bachs, in denen Solostimme und Solovioline den Schmerz des Textes dramatisch-konzertant austragen. Der revolutionäre Kompositionsstil der Rosenkranzsonaten für Violine des Salzburger Hofkapellmeisters Heinrich Ignaz Franz Biber gilt wegbereitend für die Bach’schen Solopartiten. Durch die emotional unterschiedlichen Darstellungen der Stationen des Rosenkranzes sind die Sonaten für Solisten und Publikum ein bewegendes und reizvolles Erlebnis.

Joel Frederiksen – Bass und Leitung; Eva Saladin – Barockvioline;
Christoph Eglhuber – Theorbe; Michael Eberth – Orgel

Kartenvorverkauf:
Karten zu 28€; ermäßigt 23€ (Behinderte) und 14€ (Studenten)
Tel. 089 8575604; Email: epm@gmx.de
www.ticketino.de; www.muenchenticket.de
Tageskasse ab 13 Uhr

Augsburger Weihnacht mit CD-Präsentation

Holbein_WeihnachtsbildMusik des 17. Jahrhunderts zur Weihnachtszeit

Sonntag, 2. Dezember 2018, 17 Uhr
Schaezlerpalais, Katharinenkirche

das letzte Konzert des Jahres, unser traditionelles Weihnachtskonzert ist anlässlich des 10-jährigen Gründungsjubiläums des Forum Alte Musik Augsburg e.V. auch zugleich Präsentation der neuen CD mit Musik des Frühbarock aus Augsburg und Schwaben, die sich speziell mit Werken um das Weihnachtsfest beschäfigt. Dabei werden durch Ersteinspielungen und Wieder-Uraufführungen vergessene musikalische Juwelen zu hören sein, welche die Bedeutung der Musikkultur der Freien Reichsstadt dieser Epoche unterstreichen.

Kommen Sie zu unserem Weihnachtskonzert mit international renomierten Gästen und sichern Sie sich mit der neuen CD ein exklusives Weihnachtsgeschenk! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Die Mitwirkenden:
Sabine Lutzenberger – Cantus; Sebastian Seifert – Altus; Richard Resch – Tenor;
Joel Frederiksen – Bassus
Iris Lichtinger – Blockflöten; Theona Gubba-Chkheidze, Nagi Tsutsui – Violinen;
Sergey Filchenko – Viola; Viktor Töpelmann – Viola da Gamba;
Günter Holzhausen – Violone; Wolfram Oettl – Cembalo; Michael Eberth – Orgel

Programm:

Hans Leo Haßler (1562 – 1612)
Verbum caro factum est (aus: Cantiones sacrae, Augsburg 1591)
Christian Erbach (1568/73 – 1635)
Canzona La Paglia
Tobias Eisenhuet (1644 – 1702)
In domicis Adventus Conditor alme siderum
(aus: Hymni ariosi, Kempten 1680)
Johann Erasmus Kindermann (1616 – 1655)
Sonata quarta a flauto solo
(aus Canzoni , Sonatae Pars prior et posterior, Nürnberg 1653
Johann Melchior Gletle (1626 – 1683)
Puellule Decore
(aus: Expeditionis musicae classis Motettae, Augsburg 1677)
Jacob Gippenbusch (1612 – 1664)
Lasst uns das Kindlein wiegen
(aus Psalteriolum harmonicum 1642)
Franz Xaver Murschhauser (1663 – 1738)
Variationes super Cant. Lasst uns das Kindlein wiegen per imitationem cuculi
(aus Octi-Tonium Novum Organicum, Augsburg 1696)
Johann Fischer (1646 – 1721)
Suite in g-moll für Blockflöte und basso continuo
Air – Gigue – Angloise – Menuet
Jakob Scheiffelhut (1647 – 1709)
Suite in a-moll
(aus: Lieblicher Frühlings-Anfang oder Musikalischer Seyten-Klang, Augsburg 1685)
Praeludium – Allemand – Courant – Saraband – Aria
Adam Gumpelzhaimer (1559 – 1629)
Vom Himmel hoch
(aus: Zwai schöne Weihenächt Lieder, Augsburg 1 61 8)
Jacob Paix (1556 – 1623)
In Die Natalis Domini, Laudate omnes gentes, Intavolierung nach Orlando di Lasso
(aus Schön und Nutz- unnd Gebreüchlich Orgel Tabulaturbuch, Lauingen 1583)
Hans Leo Haßler (1562 – 1612)
Jubilate Deo omnis terra (aus: Sacri concentus, Augsburg 1601)
Matthias Kelz (1635 – 1695)
Partita in C-Dur
(aus: Primitiae musicales seu concentus novi harmonici, Augsburg 1658)
Intrade/vivace – Couranta – Aria
Johannes Eccard (1553 – 1611)
In dulci jubilo (aus „Geistliche Lieder“ 1597)

Der schnelle Tag ist hin, die Nacht schwingt ihre Fahn

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Sonntag, 4. November 2018, 17 Uhr ♦ Maximilianmuseum, Felicitas-Saal Musik, Poesie und Augenzeugenberichte im Dreißigjährigen KriegEnsemble Palestra Musica ♦ Hildegard Senninger, Barockvioline; Angelika Radowitz, Tenor- und Bassdulcian; Günter Holzhausen, Violone; Michael Eberth, Cembalo und Orgel; Peter Pius Irl, Sprecher

Trotz andauernder Bedrohung, trotz enormer Grausamkeiten, Leid, Elend und Tod, scheint der Dreißigjährige Krieg auch höchste Kreativität und fruchtbare Schaffenskraft in Literatur, bildender Kunst und Musik erzwungen zu haben. Peter Pius Irl liest aus Grimmelshausens Simplicissimus und aus Tagebüchern von Augenzeugen und schildert hautnah das tägliche Leben der betroffenen Bevölkerung. Die Jahreszahlen 1618 und 2018 scheinen plötzlich austauschbar zu werden! Das Ensemble Palestra Musica spürt mit süddeutsch-italienischer Musik den Emotionen auf musikalische Weise nach.

Programm:

Andreas Gryphius 1616 – 1664
Thränen des Vaterlandes / Anno 1636

Johann Staden 1581 – 1634
Symphonia (aus Operum Musicorum Posthumorum,  Nürnberg 1643)

♣ Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen 1622 –  1676
Simplicius Simplizissimus  3.Capitel: Kindheitserlebnisse

Johann Ulrich Steigleder 1593 – 1635
Vater unser im Himmelreich 4. Vocum Coral im Discant
(aus Tabulatur-Buch dass Vatter unser, Straßburg 1627)

Anonymus 17. Jhdt.
Toccata octaui toni (aus Turiner Tabulatur, Augsburg? um 1639)

Giovanni Martino Cesare 1590 – 1667
La Augustana (aus Musicali Melodie, München 1621)

♣ Maurus Friesenegger 1590 – 1655 (Mönch und Abt im Kloster Andechs)
Tagebuch des 30 jährigen Krieges

Johann Ulrich Steigleder 1593 – 1635
Vater unser im Himmelreich 3. Vocum Coral im Discant Colleriert
(aus Tabulatur-Buch dass Vatter unser, Straßburg 1627)

Heinrich Scheidemann 1596 – 1663
Præludium in d (aus der Sammlung Düben, Universittsbibliothek Uppsala)

Johann Stadlmayr ca. 1580 – 1648
Canzon a tre per due Canti e Basso continuo
(aus Philomela coelestis…, München 1624)

♣ Anonyma 1631 – 1634
Chronik einer unbekannten Nonne aus dem Kaufbeurer Franziskanerinnenkloste

Johann Ulrich Steigleder 1593 – 1635
Vater unser im Himmelreich 3. Vocum Coral im Discant und Bass
(aus Tabulatur-Buch dass Vatter unser, Straßburg 1627)

Johann Erasmus Kindermann 1616 – 1655
La Affettuosa (aus Delicie Studiosorum III, Nürnberg 1643)

Adam Jarzębski 1590 – 1649
La Norimberga (Concerto a 3) (aus Canzoni e Concerti a Due, Tre e Quattro Voci, cum Basso continuo di Adamo Harzebsky Polono Anno 1627)

Churbayerisches Freudenfest

260sehrkleinSamstag, 29. September 2018, 18 – 22 Uhr ♦ München, Schloss Schleißheim ♦ Exklusive Barockveranstaltung mit Theater, Tanz, Musik, Reiterspielen und Feuerwerk ♦ unter anderem zu hören: Pietro Torris Turnierkantate Già dall’Isser ameno (München, 1718) Tänze von André Campra u.a. ♦ unter anderem mit dabei: Tanzensemble La Danza, Leitung: Jadwiga Nowaczek Charlotte Nachtsheim – Sopran; Sebastian Seifert – Altus; Christian Volkmann – Tenor; Michael Kranebitter – Bass Ensemble Palestra Musica: Hildegard Senninger und Armin Weinfurter – Barockviolinen; Franziska Kiesel – Barockviola; Angelika Radowitz – Blockflöte & Barockoboe; Günter Holzhausen – Violone; Andrea Christoph – Naturtrompete ♦ Leitung und Cembalo: Michael Eberth Trailer und mehr Informationen unter Churbayerisches Freudenfest

L’Art de toucher le clavecin

François_Couperin

zum 350. Geburtsjahr von François Couperin

Sonntag, 23. September 2018, 17 Uhr ♦ Augsburg, Schaezlerpalais, Rokokofestsaal ♦ Michael Eberth, Cembalo ♦ Konzert im Rahmen der Konzertreihe des Forum Alte Musik Augsburg e. V.

François Couperin, am 10. November 1668 in Paris geboren, zählt unstrittig zu den bedeutendsten Komponisten des Barock. Neben zahlreichen kammer- und kirchenmusikalischen Werken bezaubern seine Kompositionen für Cembalo, in den Jahren 1713, 1716/17, 1722 und 1730 in vier Büchern in Paris im Druck erschienen, durch geradezu impressionistisches Kolorit. Ähnlich wie sein etwas jüngerer Zeitgenosse Antoine Watteau „skizzierte“ und „portraitierte“ Couperin Schäfer- und Carnevalszenen, galante Feste, ländliche Vergnügungen und Szenen von fahrenden Spielleuten. Spielten im ersten Buch noch traditionelle Suitensätze wie Allemande und Courante eine formgebende Rolle, so überwiegen im 3. und 4. Buch Charakterstücke mit zum Teil mysteriösen Namen. Als Maître de Clavecin du Duc de Bourgogne war er Cembalolehrer der Prinzessinnen und Prinzen. In seinem knapp gefassten Lehrwerk L’Art de toucher le clavecin  vermittelt Couperin wichtige und interessante Aspekte des Cembalospiels, die Quintessenz seiner Kunst jedoch konnte man nur in seinen Unterrichtsstunden erfahren.

Programm:

Première Prélude (aus L’Art de toucher le clavecin, 1716)

(aus Troisiême Ordre – Première Livre 1713)
La Ténébreuse Allemande – Seconde Courante – La Lugubre Sarabande
– La Favorite Chaconne a deux tems

(aus Onziême Ordre – Seconde Livre, 1716)
Les Fastes de la grande et anciénne Menestrandise

– Premier Acte: Les Notables et Jurés – Mxnxstrxndxsx
– Second Acte: Les Viéleux et les Gueux
– Troisiéme Acte: Les Jongleurs, Sauteurs et Saltinbanques avec les Ours et les Singes
– Quatriéme Acte: Les Invalides, ou gens Estropiès au Service de la grande Mxnxstrxndxsx
– Cinquiéme Acte: Desordre et déroute de toute la troupe, causes par les Yvrognes, les Singes et les Ours

Sixième Prélude (aus L’Art de toucher le clavecin, 1716)

aus (aus Treiziême Ordre – Troisiême Livre 1713)
Les Folies francoises, ou les Dominos

– La Virginité sous le Domino couleur d’invisible
– La Pudeur sous le Domino couleur de Roze
– L’ardeur sous le Domino incarnate
– L’espérance sous le Domino Vert
– La Fidélité sous le Domino Bleu
– La Persévérance sous le Domino Gris de lin
– La Langueur sous le Domino Violet
– La Coquéterie sous diférens Dominos
– Les vieux galans et les Trésorieres Suranées sous des Dominos Pourpres, et feüilles mortes
– Les Coucous Bénévoles sous des Dominos jaunes
– La Jalousie Taciturne sous le Domino gris de maure
– La Frénésie, ou le Désespoir sous le Domino noir

(aus Quatorziême Ordre – Troisiême Livre 1713)
– Le Rossignol – en – amour (die verliebte Nachtigall)
– Double du Rossignol
– La Linote – éfarouchée (der Leinfink, aufgescheucht)
– Les Fauvétes Plaintives (die klagenden Grasmücken)
– Le Rossignol – Vaiqueur (die Nachtigall als Sieger)

(aus Quatorziême Ordre – Quatrième Livre 1722)
La Visionaire – La Misterieuse – La Muse Victorieuse
– La Couperin