Dreißigjähriger Krieg

478px-Jan_Miense_Molenaer_002Sonntag, 5. August 2018, 17 Uhr ♦ Kaufbeuren, St. Blasius ♦ Dreißigjähriger Krieg – Musik und Text im Zentrum politischer Spannungsfelder ♦ Ensemble Palestra Musica ♦ Hildegard Senninger, Barockvioline; Angelika Radowitz, Tenor- und Bassdulcian; Günter Holzhausen, Violone; Michael Eberth, Cembalo und Orgel; Peter Pius Irl, Sprecher

Dass Schmerz und Entbehrung in schwierigen Zeiten durch hohe Kreativität und fruchtbare Schaffenskraft kompensiert werden können, ist hinreichend bekannt. Die radikale Dezimierung der Bevölkerung während des Dreißigjährigen Krieges führte zur Entstehung kleiner und kleinster Kompositionsformen. Johann Jakob Froberger kondensierte angesichts von Unbill und Leid seinen Blick aufs Jenseits in einem Memento Mori Froberger für Cembalo, und Alessandro Poglietti verlor gar sein Leben in den Kämpfen um die Belagerung Wiens 1682, nachdem er den ungarischen Aufstand von 1663-1671 musikalisch portraitierte. Zeitgleich konnten Künstler, die das Glück hatten, in Ländern und an Höfen zum Teil weit abseits der Kampfhandlungen angestellt zu sein, in Frieden und Freiheit leben. Das Ensemble Palestra Musica spürt mit süddeutsch-italienischer Musik den Wegen und Irrwegen der Regierenden vergangener Jahrhunderte auf musikalische Weise nach.

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Diana amante

DSC06274Freitag, 3. August 2018, 20 Uhr ♦ Burghausen, Kloster Raitenhaslach, Aula Maior ♦ Diana amante – Oper von Giuseppe Antonio Bernabei (konzertante Aufführung) ♦ Lilli Jordan – Sopran; Susan Zarrabi  – Sopran; Sophie Charlotte Nachtsheim – Sopran; Stefan Steinemann – Altus ♦ Ensemble Palestra Musica: Hildegard Senninger – Barockgeige; Armin Weinfurter – Barockgeige; Franz Kiesel – Bratsche; Angelika Radowitz – Barockoboe; Markus Bartholomé – Blockflöte & Barockoboe; Günter Holzhausen – Violone; Jakob Rattinger – Viola da Gamba ♦ Peter Pius-Irl – Texte ♦ Leitung: Michael Eberth

Eintritt: Erwachsene 26, 00 Euro – Schüler und Studenten 7,00 Euro

Die Barockoper „Diana Amante“ des Münchner Hofkomponisten Giuseppe Antonio Bernabei aus dem Jahr 1688 mit Ballett-Musik des Münchner Hofkomponisten Melchior d’Ardespin. Die Uraufführung der Oper fand in der Münchner Residenz unter Mitwirkung der Kurfürstin Maria Antonia statt.

Einen faszinierenden Eindruck des Musiktheaters um 1700 vermitteln Musiker und Sänger des Instituts für Historische Aufführungspraxis der Münchner Musikhochschule. Umrahmt von dem Sprecher Peter Pius Irl, der in das Werk einführt, kommt an diesem Abend die Barockoper „Diana Amante“ des Münchner Hofkomponisten Giuseppe Antonio Bernabei aus dem Jahr 1688 mit Ballett-Musik des Münchner Hofkomponisten Melchior d’Ardespin zur Aufführung. Die Uraufführung der Oper fand in der Münchner Residenz unter Mitwirkung der Kurfürstin Maria Antonia statt.

„Jakob Rattinger und das „Ensemble Palestra Musica“ sowie Peter Pius Irl – Rezitation zusammen mit Studenten der Hochschule für Musik und Theater München
Leitung Prof. Michael Eberth –  Leiter des Instituts für Historische Aufführungspraxis

Mit einer Einführung von Peter Pius Irl

Nach einem jahrhundertelangen Dornröschen-Schlaf ist dieses Kleinod barocker Opernkunst wieder zu erleben. Natürlich geht es darin um Liebe: solche, die erwidert wird und solche, die nicht erwidert wird – das übliche Leiden und sich Freuen also. Das am Ende zu zwei glücklichen Paaren führt.

Hot Love – High Voices

Lux

Sonntag, 8. Juli 2018, 19:30 Uhr ♦ Aalen, Villa Stützel, Ulmer Str. 116 ♦ „Hot Love-High Notes“ ♦ Robert Crowe und Annette Fischer singen Liebesduette und Arien aus Opern und Kantaten des Hochbarock von Händel, Purcell, Vivaldi, Zingarelli, Galliard und anderen ♦ Michael Eberth, Cembalo; Daniela Wartenberg, Barockcello

Niccolo Zingarelli (1752 – 1837)
Duetto: Dunque mio bene (aus Giulietta e Romeo)

Henry Purcell (1659 – 1695)
Aria: Ah! Belinda (aus Dido and Aeneas)

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)
Aria: Lascia ch’io pianga (aus Rinaldo)

Antonio Vivaldi (1678 – 1741)
Cello Solo: Sonata No. 7 in a-Moll RV 44
Largo – Allegro poco – Largo – Allegro

Aria: Ombre vanne (aus Griselda)
Aria: Vedró con mio diletto (aus Giustino)

Johann Ernst Galliard (1687 – 1749)
Duette: Join Voices – Ye that in Waters Glide – Disperse it!
(aus The Hymn of Adam and Eve)

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)
Duetto: Son nato a lagrimar (aus Giulio Cesare)
Aria: Ombra mai fu (aus Serse)

Wolfgang Amadé Mozart (1756 – 1791)
Aria: Porgi amor (aus Le nozze di Figaro)

William Babell (1688 – 1723)
Cembalotranskriptionen aus Händels Opern
Bel piacere – Lascia ch’io pianga – Se in ombre nascosto
(aus Suits of the most celebrated Lessons collected and fitted to the Harpsicord or Spinet )

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)
Aria: Flatt’ring Tongue (aus Esther)

Henry Purcell (1659 – 1695)
Aria: What Power Art Thou („Cold Song“ aus King Arthur)

Claudio Monteverdi (1567 – 1643)
Duetto: Pur ti miro (aus L’incoronazione di Poppea)

 

Le Vertigo

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Sonntag, 17. Juni 2018, 19 Uhr ♦ Johannissaal im Schloss Nymphenburg ♦ »Le Vertigo«
Ausgewählte vokale und instrumentale Meisterwerke des französischen Barock von Jean-Philippe Rameau, Louis-Nicolas Clérambault, Joseph-Nicolas- Pancrace Royer und Jean-Baptiste Barrière u.a. ♦ Trio Musurgia universalis: Susanne Simenec, Sopran; Michael Eberth, Cembalo; Michail Uryvaev, Barockcello

Liebe und Leidenschaft treffen wir, quasi als internationale Konstaten, heute wie auch im Zeitalter des Barock in Malerei, Poesie, Schauspiel, Film und auch in der Musik in den unterschiedlichsten Ausprägungen an. Ob die jeweils involvierten Protagonisten dabei von Schwindelgefühlen (Vertigo) ergriffen wurden, muß unbeantwortet bleiben. Amor, der Verursacher leidenschaftlicher Liebesgefühle, quält in Jean Philippe Rameaus Kantate L’Impatience den von seinen Pfeilen Getroffenen. Dass aber der Liebesgott, gestochen von einer Biene, ganz ähnliche Schmerzen erleiden muß, diese aber wiederum viel schneller verheilen, erfahren wir in Louis Nicolas Clerambaults Kantate L’amour piqué par une abeille. Selten gehörte Sonaten für Violoncello und Basso continuo von Jean-Baptiste Masse und Jean Barriére, sowie Cembalostücke von Joseph-Nicolas-Pancrace Royer tauchen das Programm ins Licht der goûts-réunis, des vereinten Geschmacks, der aus der Mischung von italienischem und französischen Stil hervorging und, wie wir bei Johann Joachim Quantz lesen können, auch die deutsche Musik maßgeblich beeinflusste: … wenn ferner Italiäner und die Franzosen den Deutschen in der Vermischung des Geschmackes so nachahmen wollten, wie die Deutschen ihnen im Geschmacke nachgeahmt haben: wenn dieses alles, sage ich, einmüthig beobachtet würde: so könnte mit der Zeit ein allgemeiner guter Geschmack in der Musik eingeführet werden.(Johann Joachim Quantz, Versuch einer Anweisung die Flöte traversiere zu spielen, Berlin 1752, S.333 § 88)
 

Programm:

Jean-Baptiste Masse (um 1700-um 1757)
Sonata sexta in C-Dur (aus Second Livre, 1739)
Adagio – Allegro ma non presto – Aria gratioso – Presto

Jean-Philippe Rameau (1683-1764)
L’Impatience
Kantate für Sopran, Basse de viole und Basso continuo

Joseph-Nicolas-Pancrace Royer (um 1700-1755)
aus Piéces de Clavecin, premier livre (1746)
L’Incertaine – La Bagatelle – Suitte de la Bagatelle – Les tendres Sentiments (Rondeau) – La Vertigo (Rondeau)

Jean-Baptiste Barrière (1707-1741)
Sonata VI in c-Moll für Violoncello und Basso continuo
Adagio – Allegro – Larghetto – Giga Allegro

Louis-Nicholas Clérambault (1676-1749)
L′Amour piqué par une abeille
Kantate für Sopran und Basso continuo (aus Premier livre de cantates, Paris 1710)

Orgel – Barockvioline – Barockoboe

Oboen
Sonntag, 20. Mai 2018, 20 Uhr ♦ Mittenwald, Pfarrkirche St. Peter und Paul ♦ 
Konzert im Rahmen des 8. Internationalen Geigenbauwettbewerbs (18.05.-26.05.) ♦ Musik von Heinrich Ignaz Franz Biber, Johann Sebastian Bach, Johann Ludwig Krebs, Georg Friedrich Händel, Johann Joachim Quantz und Georg Friedrich Kauffmann ♦ Theona Gubba-Chkheidze, Barockvioline; Angelika Radowitz, Barockoboe; Michael Eberth, Orgel ♦ ⇒ zum Geigenbauwettbewerb

Programm

Nicolas de Grigny (1672 – 1703)
Hymnus Veni Creator Spiritus
(aus Livre d‘ Orgue, Paris 1711)
Veni creator en Taille à 5 Fugue à 5 Duo Recit de Cromorne Dialogue sur les grands Jeux

Johann Ludwig Krebs (1713 – 1780)
Komm Heiliger Geist, Herre Gott
(für Oboe, Violine und Orgel)

Fantasia in C-Dur für Violine und Orgel

Johann Joachim Quantz (1697 – 1773)
Capriccio (Allegro) in a-Moll für Oboe

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644 – 1704)
Sonata I Maria Verkündigung für Violine und Basso continuo
(aus 16 Mysteriensonaten Ms. ca. 1678)

Georg Friedrich Händel (1685 – 1750)
Sonata a 3, 1 Hautbois, 1 Violino con Basso Continuo ex B dell Sig. Händell
Adagio – Allegro – Largo – Allegro

Georg Muffat (1653 – 1704)
Toccata undecima
(aus Apparatus musico organisticus, Salzburg 1690)

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644 – 1704)
Sonata X Kreuzigung für Violine und Basso continuo
(aus 16 Mysteriensonaten Ms. ca. 1678)

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Trio für Oboe da Caccia und Orgel
(aus Kantate Geist und Seele sind verwirret BWV 35)

Georg Friedrich Kauffmann (1679 1735)
Komm heiliger Geist, Herre Gott (Vivace)
Komm heiliger Geist, Herre Gott (Choral)
(aus Harmonische Seelenlust, Leipzig, 1733/1740)

Johann Sebastian Bach  (1685 – 1750)
Fantasia über Komm Heiliger Geist, Herre Gott, BWV 651
(aus Achtzehn Choräle von verschiedener Art)

Barocktage 2018

Freitag, 27. April bis Sonntag, 29. April 2018
Hochschule für Musik und Theater München,  Arcisstraße 12

Barocktage 2018
und
Musikwissenschaftliches Symposium
»Aufführung und Interpretation – Aspekte, Perspektiven, Diskussionen zur performativen Expressivität des KClaviers«
Dozenten und Studierende des Instituts für Historische Aufführungspraxis
Dozenten und Studierende weiterer Hochschulklassen

Programmübersicht:

Freitag, 27. April 2018
11:00–18:00 Uhr
Verschiedene Räume (Eintritt frei)
»Aufführung und Interpretation – Aspekte, Perspektiven, Diskussionen zur
performativen Expressivität des KClaviers« (Musikwissenschaftliches Symposium)

19:00 Uhr, Großer Konzertsaal (Eintritt 10 € / erm. 5 €)
»Les Goûts Réunis« (I)
François Couperin zum 350. Geburtstag
(u.a. Apothéose de Lully – Leitung Prof. Michael Eberth)

Samstag, 28. April 2018
9:00–18:15 Uhr
Kleiner Konzertsaal (Eintritt frei)
»Aufführung und Interpretation – Aspekte, Perspektiven, Diskussionen zur
performativen Expressivität des KClaviers« (Musikwissenschaftliches Symposium)

16:30 Uhr, Kleiner Konzertsaal (Eintritt frei)
Kleines KClavier-Konzert
mit Werken von G.C. Wagenseil, J.S. Bach, J. Mattheson, W.A. Mozart

20:00 Uhr Großer Konzertsaal (Eintritt 15 €*)
»La Dafne«
Favola in musica von Marco da Gagliano
Leitung: Evangelina Mascardi

21:00 Uhr, Orgelsaal (Raum 14) (Eintritt 15 €*)
Werke für historische Tasteninstrumente (I)
Werke von J. Buus, P. Sandrin, C. Merulo
Studierenden der Orgelklasse Prof. Bernhard Haas

21:30 Uhr, Großer Konzertsaal (Eintritt 15 €*)
»Les Goûts Réunis« (II)
Orchesterwerke und Solokonzerte von G.P. Telemann, J.M. Leclair, A. Vivaldi
Leitung: Prof. Mary Utiger

22:00 Uhr, Orgelsaal (Raum 14) (15 €*)
Werke für historische Tasteninstrumente (II) – Spanische Orgelmusik
Werke von F. Correa de Arauxo, Anonymus
Studierenden der Orgelklasse Prof. Bernhard Haas

22:30 Uhr Großer Konzertsaal (Eintritt 15 €*)
»Les Goûts Réunis« (III)
Orchesterwerke und Solokonzerte von J.P. Rameau, A. Vivaldi, G.P. Telemann
Leitung: Prof. Mary Utiger

Sonntag, 29. April 2018
16:00 Uhr, Großer Konzertsaal (Eintritt 10 € / erm. 5 €)
»Auf vielerlei Tasten«
Cembalo- und Klaviermusik des 16.–19. Jahrhunderts auf sieben verschiedenen Tasteninstrumenten
Werke von W. Byrd, J.S. Bach, C.P.E. Bach, C.B. Balbastre, J. Haydn, J.N. Hummel, R. Schumann, J. Brahms
Studierende der Klassen Prof. Christine Schornsheim und Prof. Markus Bellheim

* 15 € Gesamtpreis für alle Samstagabend-Konzerte im Rahmen der Langen Nacht der Musik 2018

 

Etlich Liedlein zu singen oder uff der Orgeln und Lauten zu schlagen

rosabella

Liebe Freunde Alter Musik,

unter dem Link: WERKSTATTKONZERT können Sie ein Video des Konzerts vom 23. November 2017 in der Bayerischen Staatsbibliothek mit dem Titel Etlich Liedlein zu singen oder uff der Orgeln und Lauten zu schlagen sehen  Mitwirkende: Joel Frederiksen, Gesang und Laute; Evangelina Mascardi, Laute; Michael Eberth, Clavicytherium; Studierende des Instituts für Historische Aufführungspraxis der Hochschule für Musik und Theater München (Anna-Lena Elbert, Sopran; Stefan Steinemann, Alt und Eric Price, Tenor; Cornelia Demmer, Oleg Chuhleb und Alonzo Esteban Munoz Cardenas, Lauten )